Geschichte

Das “Rathaus” img_5013

Das älteste Rathaus an der Mosel aus dem Jahre 1535 ist eine Besonderheit, nicht nur weil es ein eindrucksvolles Beispiel moselländischen Fachwerkbaues ist.
In der Mauer des Erdgeschosses ist noch der Eisenring zu sehen, an dem bis zur französischen Revolution Rechtsbrecher festgebunden und dem Spott der Bevölkerung preisgegeben wurden. Heute kann das Rathaus auch für Tagungen und private Feierlichkeiten genutzt werden.
Kulinarische Weinproben und Führungen werden im historischen Gebäude auf Anfrage angeboten. Einzelne Räumlichkeiten werden ausserdem sonntags und mittwochs in der Zeit von 15 – 18 Uhr als Senioren-Begegnungsstätte genutzt.

 

Zeitleiste zur Geschichte des aeltesten Rathauses an der Mosel:

1535 > Baubeginn als Gemeindehaus

1590 > Erweiterung des zu klein geplanten Rathauses durch einen grosszuegigen Anbau. Es entstand ein eindrucksvolles Beispiel moselfraenkischen Fachwerkbaus mit bis zu einem Meter dicken Mauern der Seite und Brandmauern sowie aufwendige und seltene Fachwerkkonstruktionen. Das Gebaeude diente als Rathaus und Buergermeisterwohnung. Es wurde fuer Zusammenkuenfte der Buerger sowie der Ratsherren genutzt.

1638 > (Dreissigjaehriger Krieg) Das Haus wurde von einem schwedischen Dragoneroberst requiriert. Es diente in dieser Zeit als Regimentshauptquartier.

1787 > Ein Prangerring wurde angebracht (rechts neben der Eigangstuer) . Er diente der Suehne und der Abschreckung.

1798 > Die franzoesische Zentralverwaltung beendete mit ihrer neuen Rechtssprechung die Strafe, am Pranger zu stehen. Die in dem Prangerstein eingefuegte Jahreszahl 1535 ist eine Faelschung.
> Die franzoesische Zentralverwaltung beendet die Selbststaendigkeit Moselkerns. Das Rathaus wurde ueberfluessig.
> Das Haus diente einige Jahre als Notkirche. (Wiederaufbau der Pfarrkirche)

Beginn des 19. Jahrh. > Das Haus diente als Schule und Lehrerwohnung und wird mehr und mehr dem Verfall ueberlassen.

Mitte des 19. Jahrh. > Armenhaus und Obdachlosenunterkunft. Noch groesserer Verfall ab den 50er Jahren.

1907 > Ortspfarrer Difinitor Alois Conradi erwarb das Gebaeude von der Gemeinde Moselkern und schenkte es der Pfarrgemeinde.
> Renovierung und teilweise Erneuerung des Fachwerks.
> Niederlassung der “Dienerinnen vom hl. Herzen Jesu”. Das Haus bekam den Namen “Haus Nazareth” oder im Volksmund “Kloesterchen”

bis 1969 > Taetigkeit der 8-10 Schwestern zunaechst nur im Interesse der Arbeiter und Familien der Wollindustrie im Elztal, bald aber im Interesse der ganzen Gemeinde als Kindergarten, Naehschule und Krankenpflege.

1969 bis 1971 > Kindergarten

1971 > Das Gebaeude geht in Privatbesitz der Familie Dr. Ulrich Mueller-Frank ueber, die es aufwendig renoviert und ausschliesslich privat nutzt.

1997 > Die Gemeinde erwirbt das historische Gebaeude und fuehrt es seiner urspruenglichen Nutzung als Rats- und Gemeindehaus zurueck.

 

Aktuelles

22/07/2014

Aktuelles

> Endlich! Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen! Der Erfolg kann am Tag des offenen Denkmal besichtigt werden! Alle Interessierten sind dazu am 11. September 2016 herzlich

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  • Juli 2014